Dass Kreta Olivenöl steht auf einem Tisch im freien. Auf dem Tisch stehen kleine Mezzeteller mit Antipasti und Gemüse

Olivenöl –
Vielfalt, Herkunft und
Qualität

OLIVENÖL - DER INBEGRIFF MEDITERRANER ESSKULTUR

Olivenöl ist ein Klassiker der mediterranen Esskultur – und zugleich ein Produkt mit großer Vielfalt. Für Qualität und Geschmack spielen viele Faktoren eine Rolle: die Böden, die Pflege der Olivenhaine, das Klima, der Erntezeitpunkt und die schonende Verarbeitung.

Info Olivenöl

  • 100 % Bio-Qualität

  • Herkunft: traditionelle Olivenhaine

  • Verarbeitung: Kaltextraktion

  • Standard: nativ extra

  • Geschmack: von mild bis kräftig, je nach Sorte und Reifegrad

Botanik & Anbau

Olivenbäume – Wurzeln
im Mittelmeerraum

Der Olivenbaum ist ein Symbol des Mittelmeerraums. Rund die Hälfte der weltweit 750–800 Millionen Olivenbäume wächst dort. Dank tiefreichender Wurzeln gedeihen Olivenbäume selbst auf kargen Böden und können mehrere hundert Jahre alt werden.

Die ersten Früchte tragen sie nach 4–10 Jahren. Ein ausgewachsener Baum liefert durchschnittlich 20–30 kg Oliven pro Jahr – das ergibt etwa 4 Liter Öl.

Rohstoffe

Die Olive: Grundlage für charaktervolles Bio-Öl

Die Basis für hochwertiges Olivenöl sind sorgfältig ausgewählte Oliven aus kontrolliert biologischem Anbau. Klima, Boden und Sorte prägen den Charakter des Öls. Für die Rapunzel-Öle werden früh geerntete, noch nicht vollständig ausgereifte Oliven verarbeitet. Durch die Ernte vor dem Erreichen des höchsten Reifegrades fällt der Ölertrag geringer aus als bei vollreifen Oliven. Das gewonnene Öl überzeugt jedoch durch sein charaktervolles Aroma, eine längere Haltbarkeit sowie einen besonders hohen Gehalt an wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoffen.

Ernte & Verarbeitung

Vom Olivenhain in die Mühle – sorgfältige Schritte für Qualität

Der optimale Erntezeitpunkt liegt zwischen Herbst und Winter, kurz vor der Vollreife. Die Oliven werden schonend geerntet und innerhalb von 24 Stunden verarbeitet. In der Ölmühle erfolgt die Kaltextraktion bei maximal 27 °C. So bleiben Geschmack und Aroma erhalten. Öl und Fruchtwasser werden durch Zentrifugierung getrennt,

feine Fruchtfleischreste herausgefiltert. Alle Rapunzel Olivenöle entsprechen dem höchsten Standard „nativ extra“.Gut zu wissen: Methoden wie die vollmechanische Nachternte, die vielen Singvögeln zum Verhängnis wird, werden dabei nicht eingesetzt.

Frische Oliven hängen am Olivenbaum, im Hintergrund strahlend blauer Himmel – Grundlage für Rapunzel Bio-Olivenöl aus kontrolliert biologischem Anbau.
Mann erntet Oliven mit spezieller Harke vom Baum – sorgfältige, traditionelle Methode für Rapunzel Bio-Olivenöl.
Rapunzel Mitarbeiterin helfen bei der Olivenernte auf Kreta – partnerschaftliche Zusammenarbeit für Bio-Olivenöl.
Rapunzel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen 2024 bei der Olivenernte auf Kreta, vor ihnen eine blaue Kiste mit frisch geernteten Bio-Oliven.
Frische Oliven liegen im Wasserbad zur Reinigung – wichtiger Verarbeitungsschritt vor der Pressung für Rapunzel Bio-Olivenöl.

Herstellung & Qualität

Kaltextraktion und
höchste Standards: So
entsteht Rapunzel Olivenöl

Rapunzel setzt auf traditionelle Verfahren und höchste Bio-Standards. Jede Charge wird sorgfältig geprüft. Die Qualität zeigt sich in der Frische, im Geruch und in der Farbe: von intensivem Grün bis zu goldgelb – abhängig vom Reifegrad und den enthaltenen Pflanzenstoffen.

Ernährung & Zubereitung

Olivenöl als Teil bewusster Esskultur

Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: für kalte Gerichte wie Salate und Dips, zum Marinieren oder für das sanfte Braten und Dünsten bei moderaten Temperaturen. Fruchtige Öle passen zu mediterranen Gerichten, milde Varianten harmonieren mit feinen Speisen. Bitterkeit und Schärfe sind positive Qualitätsmerkmale und geben dem Öl seinen ganz speziellen Charakter. Damit ist Olivenöl ein kulinarischer Allrounder, der in keiner Küche fehlen sollte.

Wissen

Fakten rund um Olivenöl

Olivenöl ist ein Naturprodukt mit einer langen Tradition und großer Vielfalt. Seine Qualität hängt von vielen Faktoren ab: der Herkunft der Oliven, der Sorte, dem Reifegrad und der Verarbeitung. Rapunzel Olivenöle stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und werden nach dem Prinzip der Kaltextraktion gewonnen – bei maximal 27 °C. So bleibt das charakteristische Aroma erhalten. Alle Rapunzel Olivenöle entsprechen dem höchsten Standard „nativ extra“. Die Geschmacksrichtungen reichen von mild bis kräftig, je nach Sorte und Erntezeitpunkt. Frische, grüne Aromen und eine leichte Schärfe sind Zeichen für ein hochwertiges Öl und machen den besonderen Charakter aus.

Geschmack

Geschmack – Vielfalt &
Charakter von Olivenöl

Der Geschmack hängt von vielen Faktoren ab: Sorte, Reifegrad, Klima, Boden und Verarbeitung. Positive Geschmacksattribute sind frische, grüne und florale Nuancen. Dazu gehören Aromen von noch nicht ganz reifen Oliven, grünen Äpfeln oder Bananen. Auch Noten von Artischocke, Zitrus, Avocado, Feige sowie nussige Anklänge wie Mandeln oder Pinien sind typisch für hochwertiges Olivenöl. Negative Aromen wie Heu, Essig, Bacon oder Karamell weisen dagegen auf unsachgemäße Verarbeitung hin – etwa wenn Oliven zu lange lagern und beginnen zu fermentieren. Öle aus jungen, grünen Oliven sind oft intensiv fruchtig, mit deutlicher Bitterkeit und pfeffriger Schärfe. Diese Eigenschaften gelten nach der EG-Verordnung 640/2008 als positive Merkmale für Olivenöl „nativ extra“. Die Schärfe kann so ausgeprägt sein, dass sie beim Probieren kurz zum Husten reizt – ein Zeichen für Frische und einen hohen Polyphenol-Anteil. 

Mit der Zeit nimmt diese Schärfe ab, das Öl wird milder. Wer ein sanfteres Aroma bevorzugt, greift zu Ölen aus reiferen Oliven. Sie sind milder und harmonieren besonders gut mit feinen Gerichten. Rapunzel bietet deshalb auch milde Olivenöle an, die nach denselben Prinzipien hergestellt werden – aus ausgewählten Sorten, zum Beispiel aus Tunesien. Die Farbe verrät ebenfalls viel: Je grüner das Öl, desto frischer die Oliven. Chlorophyll sorgt für das satte Grün, Carotine für goldgelbe Töne. Olivenöl ist ein Produkt mit Charakter – von kräftig und würzig bis mild und ausgewogen. Wer verschiedene Sorten probiert, entdeckt eine faszinierende Geschmackswelt, die jede Küche bereichert.

FAQ
Rund um unsere Olivenöle

Diese Frage können Sie eindeutig mit „ja“ beantworten. Ein natives Olivenöl extra darf auch ausgewogen bitter und scharf schmecken

Nein, das ist nicht der Fall. In raffiniertem Olivenöl beispielsweise sind die Olivenöl-Polyphenole nahezu vollständig durch die Raffination abgeschieden worden.

 

In Olivenölen der Kategorie „nativ extra“ schwanken die Gehalte relativ stark. Es gibt Öle mit hohen und Öle mit niedrigen Gehalten. Der Gehalt an phenolischen Verbindungen im Olivenöl hängt vom Anbau und Reifegrad der Oliven bei der Ernte ab. Auch zeigen sich sortenspezifische Unterschiede.

 

So hat zum Beispiel die Coratina-Olive, deren Hauptanbaugebiet in Apulien liegt, bekanntermaßen den höchsten Gehalt an Olivenöl- Polyphenolen. Diese wird zum Beispiel für das Rapunzel Olivenöl nativ extra fruchtig eingesetzt. Die Gesamtzahl der phenolischen Verbindungen und von α-Tocopherol ist in jungen, grünen Oliven am höchsten. Somit tragen Öle, die aus diesen Oliven hergestellt werden, maßgeblich zur Aufnahme von Olivenöl-Polyphenolen bei.

Da Enzyme im Trübstoff des Öls die hochwertigen Inhaltsstoffe abbauen, empfehlen Fachleute die Filterung. Ungefiltertes Olivenöl ist frisch gepresst eine wahre Delikatesse, es sollte aber schnell verbraucht werden.

Natives Olivenöl extra eignet sich sowohl für kalte Zubereitung wie Salate, Mariniertes als auch für das schonende Braten, Dünsten und Kochen bei Temperaturen bis höchstens 180°C.

Ja! Kaltpressverfahren erfolgen ohne Zufuhr von Hitze, damit bleiben die natürlichen wertvollen Inhaltsstoffe des Öls weitgehend erhalten. Für unsere nativen Speiseöle legen wir noch strengere Maßstäbe an, weil wir die Auslauftemperaturen auf maximal 40° festgelegt haben.

Rapunzel Olivenöle sind reich an natürlichen Inhaltsstoffen. Zu den darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen gehören auch Wachse, die bei kühlen Temperaturen ausfallen und als Flocken oder Schlieren sichtbar werden. Bei Lagerung in Zimmertemperatur lösen sie sich nach 1-2 Tagen wieder auf.

 

Wir verzichten bewusst auf eine sog. Winterisierung (Filtrierung des Olivenöles bei Temperaturen < 8°C). Andere sekundäre Pflanzenstoffe zeigen den ursprünglichen Charakter des Öls.

Bitterstoffe werden oft als fehlerhaft empfunden. Eine ausgewogene Bitternote ist wie schon zuvor beschrieben ein offizielles Qualitätsmerkmal von Olivenöl. Die Bitterkeit von Olivenölen wird von phenolischen Verbindungen wie zum Beispiel Oleuropein in der Olive hervorgerufen.

 

Bittere Lebensmittel waren ein großer Bestandteil der ursprünglichen Ernährung des Menschen. Mit der Zeit hat die Lebensmittelindustrie die Bitterstoffe aus vielen Lebensmitteln herausgezüchtet und ein anderes Geschmacksempfinden geprägt – und das, obwohl Bitterstoffe so gesund sind!

 

Sie regen die Verdauung an und haben somit Einfluss auf vielfältige andere Körperfunktionen, welche mit dem Stoffwechsel im Zusammenhang stehen.

Öle aus jungen, grünen Oliven sind im Geschmack deutlich bitter und scharf. Dies sind positive Merkmale und machen den Charakter eines guten Olivenöls nativ extra aus. Bitterkeit und Schärfe sind bei einem Olivenöl ebenso wie Fruchtigkeit nach der europäischen Olivenölverordnung positive Merkmale und Zeichen für einen hohen Polyphenolgehalt im Öl.

Aufgrund von Wachstumsbedingungen im Erntejahr kann es zu Schwankungen bei Geschmack und Farbe kommen. Dabei kann eine produkttypische Bitterkeit auftreten, die während der Lagerung noch etwas zunehmen kann. Für die Bildung des bitteren Geschmacks ist ein spezielles Peptid namens Cyclolinopeptid E verantwortlich, welches gesundheitlich völlig unbedenklich ist.

Schlieren im Öl oder auf dem Flaschenboden sind natürliche Bestandteile der Saat, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe und Samenbestandteile. Dies stellt keine Qualitätsbeeinträchtigung dar.

Kaltgepresst bedeutet lediglich, dass während der Pressung keine Hitze zugefügt wird. Es sagt jedoch nichts über beim Pressen entstehenden Temperaturen aus oder über mögliche Temperaturerhöhungen vor und nach der Pressung.

 

Auch kaltgeschlagen (ein veralteter Begriff aus der Zeit, als die Ölsaaten noch in Jutesäcken in einer Holzpresse mit einem Keil geschlagen wurden) ist eine wenig aussagekräftige Bezeichnung von Ölen im Reform- und Naturkostbereich.

Damit kennzeichnet Rapunzel seine mechanisch ohne Hitzezufuhr gepressten, nicht raffinierten Öle. Sie werden nach im Naturkostbereich ausgearbeiteten Qualitätsrichtlinien ausschließlich aus sortenreinen k.b.A.-Rohstoffen hergestellt. Die Auslauftemperatur bei Nuss- und Saatenölen darf 60 °C nicht übersteigen. Eine Behandlung mit Wasserdampf (Desodorierung) oder vorheriges Rösten ist nicht erlaubt. Außer einer Filtration darf das Öl nicht nachbehandelt werden

Rohkostinfo alle Produkte (PDF)

Die Pressung erfolgt ohne Wärmezufuhr und mit niedrigem Druck, es entstehen Temperaturen geprüft unter 40°C bei Lein- und Hanföl. Dadurch ist die Ausbeute geringer, die Qualität aber deutlich höher. Die Ausbeuten liegen bei Hanf zwischen 20-35 %, bei Lein zwischen 25-40 %.

Rapunzel Kokos- und Bratöl eignen sich alle wunderbar zum Braten, Backen und Frittieren. Diese Brat- und Frittierfette haben in der heißen Küche den entscheidenden Vorteil auch bei hohen Temperaturen stabil zu bleiben und keine für die Gesundheit schädlichen Stoffe zu entwickeln. Sie sind geschmacksneutral und lange haltbar.

 

Rapunzel Bratöl wird aus 100% High Oleic Sonnenblumenkernen aus kontrolliert biologischem Anbau gepresst, ohne äußere Hitzezufuhr. Es enthält einen hohen Gehalt an Ölsäure, der es zum Backen, Braten und Frittieren bei hohen Temperaturen besonders geeignet macht.

Nein, die Bio-Oliven werden tagsüber und von Hand mit Rechen (manuell oder auch maschinell) oder durch Rüttler geerntet. Eine nächtliche Ernte mit Scheinwerfern und Erntesaugmaschinen findet nicht statt.

Um ein hochwertiges Olivenöl in nativ extra Qualität garantieren zu können, werden alle Rapunzel Öle sorgfältig sensorisch und analytisch geprüft. Jedes Olivenöl wird, bevor es zu einer Abfüllung im Hause Rapunzel kommt, sowohl vom firmeninternen, speziell dafür geschulten Sensorik-Panel als auch von einem offiziellen Olivenöl-Panel sensorisch geprüft. Analysen durch renommierte externe Labore sichern die Qualität zusätzlich ab.

 

Alle für Rapunzel abgefüllten Olivenöle liegen deutlich unter den gesetzlich erlaubten, maximalen Werten, die für die Auszeichnung „nativ extra“ erforderlich sind. Denn wir akzeptieren nur Olivenöle „nativ extra“ zur Abfüllung, die deutlich entfernt von der Grenze der europäischen Olivenölverordnung VO Nr. 2568/91 sind. Diese Grenzwerte liegen bei einer Peroxidzahl von 20 oder einem Gehalt von freien Fettsäuren von 0,8. Auch wenn diese Öle noch als nativ extra gelten, kann man bereits in diesem Bereich deutlich sensorisch wahrnehmbare Mängel feststellen. Und für Rapunzel Olivenöle akzeptieren wir nur beste, fehlerfreie Qualität.

Der Polyphenol-Gehalt ist in solchen Ölen am höchsten, die sich durch eine starke „Grün-Fruchtigkeit“ auszeichnen, ein Geschmack, der von Schärfe und Bitterkeit begleitet wird. Der grüne Eindruck, der an frisch gemähtes Gras, geriebene grüne Blätter oder frisch angeschnittenen Apfel erinnert, kommt dabei aus Aromastoffen, die vor allem durch junge, grüne Oliven ins Öl gelangen. Diese haben den höchsten Gehalt an Polyphenolen, die unter anderem auch für seinen scharfen und auch bitteren Geschmack verantwortlich sind.

 

So ist z.B. das Polyphenol namens „Oleocanthal“ verantwortlich für den brennend-scharfen Eindruck im Rachengrund, der umso stärker ist, je mehr davon im Öl enthalten ist. Verantwortlich für die Bitterkeit ist ebenfalls wieder ein Polyphenol namens Oleuropein. Ein frisches Olivenöl enthält mehr Polyphenole als eines, das länger gelagert wurde. Da diese polyphenolischen Verbindungen im Öl ab- und umgebaut werden, ist eine Analyse auf Polyphenole nur ein Ausschnitt zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Unser Leinöl wird mit dem OXYGUARD®-Verfahren unter Licht- und Sauerstoffabschluss und ohne Wärmezufuhr schonend gepresst. Anschließend wird es nur einmal gefiltert. So bleibt eine Vielzahl an wichtigen Fettbegleitstoffen enthalten. Diese erscheinen, je nach Temperatur, als weiße Schlieren oder weißer Film in der Flasche. Sie sind von hohem gesundheitlichem Wert und bedeuten keine Qualitätsminderung.

Jedes unserer hochwertigen Öle zeichnet sich durch seinen individuellen Geschmack und sein eigenes Fettsäurespektrum aus, liefert wertvolle Inhaltstoffe und ist besonders vielseitig in seiner Verwendung.

 

Im Speiseöl-Guide erfahren Sie alles Wichtige zu den Eigenschaften und zur Verwendung der Rapunzel Ölspezialitäten auf einen Blick und erfahren z. B. welches Öl wie hoch erhitzt werden darf.